Kurze Gedichte

Manchmal genügen wenige Zeilen, um ein ganzes Gefühl einzufangen. Diese Sammlung versammelt kurze Gedichte – unter sechzig Wörtern – von großen deutschsprachigen Dichterinnen und Dichtern: klassische Miniaturen, Sinnsprüche und formstrenge Haikus, die zeigen, wie viel Schönheit in der Kürze liegt.

83 Gedichte

Nicht müde werden

Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.

Hilde Domin1970

Die Trichter

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht – Morgensterns berühmtes Bildgedicht.

Christian Morgenstern1905

Fisches Nachtgesang

Morgensterns berühmtes »Fisches Nachtgesang« – ein Gedicht ganz ohne Worte.

Christian Morgenstern1905

Wandrers Nachtlied

Goethes „Wandrers Nachtlied" (Über allen Gipfeln ist Ruh, 1780) – eines der berühmtesten und kürzesten Gedichte der deutschen Sprache über Ruhe und Vergänglichkeit.

Johann Wolfgang von Goethe1780

Wandrers Nachtlied II

Über allen Gipfeln ist Ruh – Goethes berühmtestes Kurzgedicht über Stille und Vergänglichkeit.

Johann Wolfgang von Goethe1780

Wünschelrute

Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort…

Joseph von Eichendorff1835

Der Tod

Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer – Claudius' schlichtes Gedicht über die Todesfurcht.

Matthias Claudius1774

Das ästhetische Wiesel

Ein Wiesel saß auf einem Kiesel – Morgensterns humorvolles Sprachspielgedicht.

Christian Morgenstern1905

Abseits

Es ist so still; die Heide liegt – Storms Bild ländlicher Stille.

Theodor Storm1848

Die Maske des Bösen

Brechts kurzes Exilgedicht über die japanische Dämonenmaske und die Mühe des Bösen.

Bertolt Brecht1942

Wonne der Wehmut

Ein kurzes Gedicht über die kostbaren Tränen unglücklicher Liebe.

Johann Wolfgang von Goethe1775

Ausgang

Immer enger, leise, leise – Fontanes stilles Alterspoem über das Sterben.

Theodor Fontane1889