Nicht müde werden
Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.
Manchmal genügen wenige Zeilen, um ein ganzes Gefühl einzufangen. Diese Sammlung versammelt kurze Gedichte – unter sechzig Wörtern – von großen deutschsprachigen Dichterinnen und Dichtern: klassische Miniaturen, Sinnsprüche und formstrenge Haikus, die zeigen, wie viel Schönheit in der Kürze liegt.
83 Gedichte
Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.
Zwei Trichter wandeln durch die Nacht – Morgensterns berühmtes Bildgedicht.
Morgensterns berühmtes »Fisches Nachtgesang« – ein Gedicht ganz ohne Worte.
Goethes „Wandrers Nachtlied" (Über allen Gipfeln ist Ruh, 1780) – eines der berühmtesten und kürzesten Gedichte der deutschen Sprache über Ruhe und Vergänglichkeit.
Über allen Gipfeln ist Ruh – Goethes berühmtestes Kurzgedicht über Stille und Vergänglichkeit.
Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort…
Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer – Claudius' schlichtes Gedicht über die Todesfurcht.
Ein Wiesel saß auf einem Kiesel – Morgensterns humorvolles Sprachspielgedicht.
Es ist so still; die Heide liegt – Storms Bild ländlicher Stille.
Brechts kurzes Exilgedicht über die japanische Dämonenmaske und die Mühe des Bösen.
Ein kurzes Gedicht über die kostbaren Tränen unglücklicher Liebe.
Immer enger, leise, leise – Fontanes stilles Alterspoem über das Sterben.